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Adelwold und Emma (1815) D211

Adelwold und Emma

Hoch und ehern schier von Dauer, 
Ragt’ ein Ritterschloss empor; 
Bären lagen an dem Tor
Beute schnaubend auf der Lauer, 
Türme zingelten die Mauer
Gleich den Riesen – bange Schauer 
Wehten brausend, wie ein Meer, 
Von den Tannenwipfeln her.
Aber finstrer Kummer nagte 
Mutverzehrend um und an
Hier am wackern deutschen Mann, 
Dem kein Feind zu trotzen wagte; 
Oft noch eh der Morgen tagte,
Fuhr er auf vom Traum, und fragte – 
Jetzt mit Seufzer – jetzt mit Schrei, 
Wo sein teurer Letzter sei?
„Vater! Rufe nicht dem Lieben.“
Flüstert einstens Emma drein –
„Sieh, er schläft im Kämmerlein
Sanft and stolz – was kann ihn trüben?“ 
„Ich nicht rufen? – sind nicht sieben 
Meiner Söhn’ im Kampf geblieben? 
Weint’ ich nicht schon fünfzehn Jahr 
Um das Weib, das euch gebar?“
Emma hört’s und schmiegt mit Beben 
Weinend sich an seine Brust.
„Vater! sieh dein Kind – ach früh
War dein Beifall mein Bestreben!“ 
Wie, wenn, Trosteswort zu geben, 
Boten Gottes niederschweben,
Führt der Holden Red’ und Blick 
Neue Kraft in ihn zurück.
Heiter presst er sie ans Herze:
„O vergib, dass ich vergass,
Welchen Schatz ich noch besass, 
Übermannt von meinem Schmerze! 
Aber sprachst du nicht im Scherze – 
Wohl dann! bei dem Schein der Kerze 
Wandle mit mir einen Gang
Stracks den düstern Weg entlang.“
Zitternd folgte sie, bald gelangen 
Sie zur Halle, graus und tief,
Wo die Schar der Väter schlief; 
Rings im Kreis’ an Silberspangen 
Um ein achtes hergegangen, 
Leuchteten mit bleichem bangen 
Grabesschimmer fort und fort 
Sieben Lämplein diesem Ort.
Unter’n Lämplein war’s von Steinen … 
Traun! erzählen kann ich’s nicht
War’s so traurig zugericht,
War’s so ladend ach zum Weinen.
„Bei den heiligen Gebeinen, 
Welchen diese Lampen scheinen,“ 
Ruft er laut – „beschwör’ ich dich 
Traute Tochter, höre mich.
„Mein Geschlecht seit grauen Zeiten 
War – wie Rittersmännern ziemt – 
Keck, gestreng’ und fast berühmt; 
In des Grabes Dunkelheit
Sank die Reih’ von Biederleuten – 
Sanken die, so mich erfreuten, 
Bis einst der Posaune Hall
Sie wird wecken allzumal.
„Nie vergassen deine Brüder
Dieser grossen Ahnen Wert;
Reich und Kaiser schüzt’ ihr Schwert 
Wie ein deckendes Gefieder;
Gib sie, Tochter, gib sie wieder
Mir im wackern Bräutigam,
Dir erkiest aus Heldenstamm.
„Aber Fluch!“ ... Und mit dem Worte 
Gleich als jägt ihn Nacht und Graus – 
Zog er plötzlich sie hinaus
Aus dem schauervollen Orte … 
Emma wankte durch die Pforte: 
„Ende nicht die Schrecknensworte! 
Denk’ an Himmel und Gericht!
O verwirf, verwirf mich nicht!“
Bleich, wie sie, mit bangem Zagen 
Lehnt des Ritters Knappe hier;
Wie dem Sünder wird’s ihm schier, 
Den die Schrecken Gottes schlagen; 
Kaum zu atmen tät er wagen – 
Kaum die Kerze vorzutragen
Hatte, matt und fieberhaft, 
Seine Rechte noch die Kraft.
Adelwolden bracht als Weise 
Mitleidsvoll auf seinem Ross
Einst der Ritter nach dem Schloss 
Heim von einer fernen Reise – 
Pflegte sein mit Trank und Speise 
Tät’ ihn hegel in dem Kreise 
Seiner Kinder – oft und viel
War er tummelnd ihr Gespiel.
Aber Emma ... seine ganze 
Zarte Seele webt’ um sie,
War es frühe Sympathie?
Froh umwand sie seine Lanze 
Im Turnier mit einem Kranze – 
Schwebte leichter dann im Tanze 
Mit dem Ritter, keck und treu, 
Als das Lüftchen schwebt im Mai.
Rosig auf zum Jüngling blühte 
Bald der Niedre von Geschlecht; 
Edler lohnte nie ein Knecht 
Seines Pflegers Vatergüte;
Aber heiss und heisser glühte – 
Was zu dämpfen er sich mühte; 
Fester knüpft’ ihn, fester ach! 
An das Fräulein jeder Tag.
Fest und fester sie an ihren
Süssen trauten Adelwold.
„Was sind Wappen, Land, und Gold – 
Sollt’ ich Arme dich verlieren?
Was die Flitter, so mich zieren?
Was Bankete bei Turnieren?
Wappen, Land, Geschmuck, und Gold 
Lohnt ein Traum von Adelwold!“
So das Fräulein, wenn der Schleier 
Grauer Nächte sie umfing;
Doch mit eins, als Emma heute
Spät noch betet, weint, und wacht,
Steht, gehüllt in Pilgertracht,
Adelwold an ihrer Seite:
„Zürne nicht, Gebenedeite!
Denn mich treibt’s, mich treibt’s ins Weite! 
Fräulein, dich befehl ich Gott!
Dein im Leben und im Tod!
„Leiten soll mich dieser Stecken 
Hin in Zions heilges Land –
Wo vielleicht ein Häuflein Sand 
Bald den Armen wird bedecken … 
Meine Seele muss erschrecken, 
Durch Verrat sich zu beflecken
An dem Mann, der, mild und gross, 
Er mich trug in seinen Schoss.
„Selig träumt’ ich einst als Knabe 
Engel – ach vergib es mir!
Denn ein Bettler bin ich schier; 
Nur dies Herz ist meine Habe.“ 
„Jüngling – ach an diesem Stäbe 
Führst du treulos mich zum Grabe, 
Du würgest – Gott verzeih es dir! 
Die dich liebte für und für!“
Und schon wankte der Entzückte 
Als des Fräuleins keuscher Arm – 
Ach so weiss, so weich und warm! 
Sanft sie hin zum Busen drückte … 
Aber fürcherterlicher blickte –
Was ihm schier ihr Kuss entrückte; 
Und vom Herzen, das ihm schlug, 
Riss ihn schnell des Vaters Fluch.
„Lindre, Vater, meine Wunde – 
Keinen Laut aus deinem Munde! 
Keine Zähr’ in dieser Stunde! 
Keine Sonne die mir blickt! 
Keine Nacht die mich erquickt!“
Gold, Gestein, und Seide nimmer 
Schwört sie, fort zu legen an;
Keine Zofe darf ihr nahn
Und kein Knappe jetzt und nimmer; 
Oft bei trautem Mondesschimmer 
Wallt sie barfuss über Trümmer, 
Wild verwachsen, steil und rauh, 
Noch zur hochgelobten Frau.
Ritter! ach schon weht vom Grabe 
Deiner Emma Todtenluft!
Schon umschwärmt der Väter Gruft 
Ahnend Käuzlein, Eil’ und Rabe; – 
Weh dir weh! an seinem Stäbe 
Folgt sie willig ihm zum Grabe
Hin, wo mehr denn Helm und Schild 
Liebe, Treu’ und Tugend gilt …
Selbst dem Ritter tät sich senken 
Tief und tiefer jetzt das Haupt; 
Kaum dass er der Mähr noch glaubt; 
Seufzen tät er itzt – itzt denken,
Was den Jüngling konnte kränken? – 
Ob ein Spiel von Neid und Ränken? – 
Ob? ... Wie ein Gespenst der Nacht 
Schreckt’ ihn – was er jetzt gedacht.
Hergeführt auf schwülen Winden, 
Muss ein Strahl die Burg entzünden.
Tosend gleich den Wogen wallen 
Rings die Gluten – krachend dräun 
Säul und Wölbung, Balk’ und Stein, 
Stracks in Trümmern zu zerfallen; 
Angstruf und Verzweiflung schallen 
Grausend durch die weiten Hallen: 
Stürmend drängt und atemlos 
Knecht und Junker aus dem Schloss.
„Richter! ach verschone!“
Ruft der Greis mit starrem Blick – 
„Gott! mein Kind! – es bleibt zurück! – 
Rettet – dass euch Gott einst lohne! – 
Gold und Silber, Land und Frohen, 
Jede Burg, die ich bewohne,
Ihrem Retter zum Gewinn –
Selbst dies Leben geb’ ich hin für sie.“
Gleiten ab von tauben Ohren
Tät des Hochbedrängten Schrei; – 
Aber plötzlich stürzt herbei,
Der ihr Treue zugeschworen –
Stürzt nach den entflammten Toren – 
Gibt mit Freuden sich verloren;
Jeder staunend fern und nah
Wähnt’ ein Blendwerk, was er sah.
Glut an Glut! und jedes Streben 
Schien vergebens! – endlich fasst
Er die teure, süsse Last,
Kalt und sonder Spur von Leben; 
Doch beginnt ein leises Beben
Herz und Busen jetzt zu heben
Und durch Flamme, Dampf und Graus 
Trägt er glücklich sie hinaus.
Purpur kehrt auf ihre Wangen, 
Wo der Traute sie geküsst … 
„Jüngling! sage, wer du bist –
Ich beschwöre dich – der Bangen; 
Hält ein Engel mich umfangen, 
Der auf seinem Erdenflug
Meines Lieben Bildnis trug?“
Starr zusammenschrickt der Blöde – 
Denn der Ritter noch am Tor 
Lauscht mit hingewandtem Ohr 
Jedem Laut der süssen Rede;
Doch den Zweifler tät ermannen 
Bald des Ritters Gruss und Kuss 
Dem im süssesten Genuss
Hell der Wonne Zähren rannen: 
„Du es, du sag’ an, von wannen? 
Was dich konnt’ von mir verbannen? 
Was dich – nimmer lohn’ ich’s dir – 
Emma wiedergab und mir?“
„Deines Fluchs mich zu entlasten 
War es Pflicht, dass ich entwich
Eilig, wild und fürchterlich
Trieb’s mich sonder Ruh und Rasten; 
Dort im Kloster, wo sie prassten, 
Labten Tränen mich und Fasten,
Bis der frommen Pilger Schar 
Voll zum Zug versammelt war.
„Doch mit unsichtbaren Ketten
Zog mich plötzlich Gottes Hand
Jetzt zurück von Land zu Land
Her zur Burg, mein Teuerstes zu retten, 
Nimm sie, Ritter, nimm und sprich
Das Urteil über mich.“
Emma harrt, in düstres Schweigen, 
Wie in Mitternacht gehüllt;
Starrer denn ein Marmorbild, 
Harren furchterfüllte Zeugen; 
Denn es zweifelten die Feigen,
Ob den Ritterstolz zu beugen 
Je vermöcht’ ein hoher Mut 
Sonder Ahnenglanz und Gut.
„Dein ist Emma! ewig dein! – längst entscheiden 
Tät der Himmel; rein wie Gold
Bist du funden, Adelwold –
Gross in Edelmut und Leiden;
Nimm! – ich gebe sie mit Freuden; 
Nimm! – der Himmel tät entscheiden – 
Nannte selbst im Donnerlaut
Sie vor Engeln deine Braut.
„Nimm sie hin mit Vatersegen;
Ihn wird neben meine Schuld – 
Ach mit Langmut und Geduld!
Der einst kommt, Gericht zu hegen, 
Auf die Prüfungswage legen –
Mir verzeihn um euretwegen
Der von eitlem Stolz befleckt,
Beid’ euch schier ins Grab gestreckt.“
Fest umschlungen itzt von ihnen, 
Blickt der Greis zum Himmel auf: 
„Fröhlich endet sich mein Lauf!“ 
Spuren der Verklärung schienen 
Aus des Hochentzückten Mienen – 
Und auf dampfenden Ruinen 
Fügt’ er schweigend’ ihre Hand
In das langersehnte Band.

Adelwold and Emma

A knight’s castle, ardent and lofty, 
towered up boldly;
bears lay at the gate,
snorting, awaiting their prey. 
Turrets arose from the walls
like giants; eerily the wind 
gusted from the fir-tops 
like the roaring sea.
But black care constantly gnawed 
away at the spirit
of the valiant German knight 
whom no foe dared defy.
Often, before the morning dawned,
he would awaken from his dream and ask, 
now sighing, now crying out,
‘Where is my beloved youngest boy?’
‘Father, do not call to the dear boy’,
Emma now whispers.
‘See, he is asleep in his little room,
gentle and proud – what can trouble him?’ 
‘You ask me not to call? Have not seven
of my sons died in battle?
Have I not for fifteen years 
mourned the woman who bore you?’
Emma listens, and nestles,
trembling and weeping, against his breast. 
‘Father, behold your child! Ah, since I was young 
I have sought to win your approval!’
And, as when God’s messengers
gently descend to bring words of comfort,
so the fair maiden’s words and look
give him new strength.
Cheered, he presses her to his heart: 
‘O forgive me, that I,
overwhelmed by grief, forgot
what treasure I still possessed!
But you did not speak in jest. 
And now, by candlelight, 
walk with me straightway 
along the dark path.’
Trembling, she followed him; soon they reached 
the deep and terrible vault
where their forefathers slept:
arranged in a circle, seven lamps –
the eighth was lacking – hanging on silver clasps 
illuminated this place constantly
with pale, troubled,
sepulchral gleam.
Beneath the lamps were stones ... 
forsooth! I cannot relate it!
It was so mournful in appearance, 
such an invitation to weeping.
‘By the holy remains
for which these lamps shine,’ 
he cries loudly, ‘I entreat you 
to hear me, beloved daughter.
‘Since the misty past, men of my lineage 
have been bold, stern and renowned,
as befits knights;
honourable men, whom I cherished, 
have one by one descended
into the grave’s darkness,
until the day when the sound of the trumpet 
shall awaken them all.
‘Your brothers never forgot
the merit of these great forebears. 
Their swords, like protective plumage, 
revered the emperor and his realm; 
my daughter, restore them to me
in the form of a valiant bridegroom 
chosen from a race of heroes.
‘But a curse ... !’ And with these words, 
as if stricken by darkness and horror, 
he suddenly dragged her
out of the fearful place ...
Emma staggered through the gate:
‘Do not finish your terrible words! 
Think of heaven, of the Last Judgment! 
Do not, ah do not reject me!’
As pale as the maiden, fearful and apprehensive, 
the knight’s squire lurks here;
he feels almost as a sinner
struck by the terrors of God.
He hardly dares breathe;
his right hand, weak and feverish, 
scarcely has the strength
to carry the candle.
Adelwold ... the knight once took pity on him 
as an orphan, and brought him on his horse 
from distant parts
home to his castle.
He tended him with food and drink, 
and raised him among
his own children; long and often 
did they romp about together.
But Emma ... his whole tender soul 
wove around her;
was it the first sign of love?
In the tournament she gaily 
crowned his lance with a wreath, 
and then she would dance
with the bold and true horseman
more blithely than the wafting May breeze.
Soon the boy of lowly birth
blossomed into a fine young man; 
never did a vassal reward more nobly 
the paternal kindness of his guardian. 
But the feelings he sought to quell 
glowed more and more warmly;
each day, alas, they bound him more 
to the maiden.
And she, too, became more and more closely bound
to her dear, sweet Adelwold.
‘What do I care for a coat of arms, for land
and gold, if I, poor maiden, should lose you?
What do I care for the finery that adorns me,
for banquets at tournaments?
One dream of Adelwold is worth
a coat of arms, land, jewels and gold!’
So mused the maiden, when the veil 
of dark nights enveloped her.
But this night as Emma stays awake, 
praying and weeping,
Adelwold all of a sudden appears
at her side dressed as a pilgrim.
‘Do not be angry, blessed one, 
for I am driven far from here! 
Sweet maiden, God be with you! 
I am yours in life and in death!
‘This staff shall lead me
into the Holy Land of Zion,
where, perhaps, a mound of sand
will soon cover this poor man ...
my soul recoils at the thought
of being stained with the betrayal
of the man who, in his kindness and greatness,
took me to his bosom.
‘As a boy I once dreamed blissfully ... 
my angel – O forgive me,
for I am almost a beggar;
this heart is my only possession.’ 
‘Sweet youth, with this staff
you would faithlessly lead me to the grave; 
you would kill her – God forgive you! – 
who would love you for ever!’
And already the enraptured youth wavered 
as the maiden’s chaste arm,
so white, so soft, so warm,
pressed him gently to her breast ...
but the feelings aroused in him by her mere kiss
seemed more terrible still;
and swiftly her father’s curse
tore him from the heart that beat for him.
‘Father, ease my pain –
there is no sound from your lips, 
no tears at this hour,
no sun to gaze upon me,
no night to refresh me!’
She swears that henceforth
she will never don gold, jewels or silk;
neither maid nor squire
may approach her, now and for evermore;
often, by the moonlight she loved,
she goes, barefoot, on a pilgrimage, through ruins 
that are wild and overgrown, steep and bleak,
to the revered Lady.
Knight! Ah, already the wind of death
blows from your Emma’s grave.
Already screech owls and ravens
flock around your forefathers’ tombs, sensing death;
unhappy man! With his staff
she follows him gladly to the grave, 
where, more than helmet and shield, love,
constancy and virtue are prized.
Even the knight now bowed his head 
lower and lower;
he scarcely had faith in his mare now; 
he sighed, and wondered
what could be troubling the youth –
was it envy and intrigue,
was it ... ? As from a nocturnal phantom he recoils
in horror from the thought that now struck him.
Borne on the sultry winds,
a thunderbolt must have set fire to the castle.
Roaring like the waves
the flames rage all around – pillars and arches,
crossbeams and stones threaten straight away 
to crash down in ruins.
Cries of terror and despair echo
horribly through the vast halls:
breathless, servant and squire
rush out of the castle.
‘Lord my Judge! Ah, spare me!’
calls the old man, staring fixedly – 
‘Lord! My child – she remains within! – 
save her, may God reward you!
Gold and silver, land and farm,
every castle I possess –
all these shall be her rescuer’s reward. 
I would even sacrifice my life for her.’
His distressed cries
fall on deaf ears;
but suddenly he appears –
the man who has vowed to be faithful to her. 
He rushes to the flaming gates,
and would gladly lose his life;
all are astonished, near and far,
believing what they see to be an illusion.
Flame upon flame! All efforts
seem in vain! Then, at last,
he holds his dear, sweet burden,
cold and without trace of life;
but then, with a slight trembling,
her heart and breast begin to rise, 
and through flames, smoke and terror 
he carries her safely out.
Crimson returned to her cheeks 
where her beloved has kissed her ... 
‘Sweet youth! Tell me in my distress 
who you are, I entreat you;
am I embraced by an angel
who, on his flight to earth,
has assumed the form of my love?’
The bashful youth is paralysed with fear, 
for at the gate the knight
listens with attentive ears
to every word of her sweet speech.
But the doubting youth’s courage was quickly 
restored by the knight’s welcoming kiss;
down the old man’s cheeks streamed shining tears
of joy and sweetest pleasure.
‘Is it you? Tell me whence you have come. 
What could have driven you away from me? 
What has restored you to Emma and to me? 
For this I can never reward you.’
‘It was my duty to escape,
in order to release myself from your curse. 
In fear I was driven onwards,
swiftly, harshly and without respite.
In the monastery, where they feasted, 
tears and fasting consoled me
until the band of devout pilgrims
was assembled for the journey.
‘But, with invisible chains
God’s hand suddenly drew me
back through one land after another
to this castle, to rescue my beloved!
Take her now, noble knight, and pronounce
judgment on me.’
Emma waits, shrouded in a silence 
as dark as midnight;
more rigid than marble statues
the fearful onlookers wait.
For the fainthearted among them doubted 
that a noble heart alone,
without wealth or ancestral glory,
could ever bend the knight’s pride.
‘Emma is yours, yours for ever! Thus heaven 
has long since decreed; you are deemed to be 
as pure as gold, Adelwold,
and great in magnanimity and suffering; 
take her! With joy I give her to you;
take her! Heaven has decreed it!
In a peal of thunder, before angels, 
heaven itself named her as your bride.
‘Take her with a father’s blessing;
he who shall come one day to judge me
will lay that blessing on the scales 
alongside my guilt –
may he show patience and forbearance! – 
and forgive me for what I have done to you; 
for, sullied by vain pride,
I all but drove you both to the grave.’
Warmly embraced by the pair,
the old man now looks up to heaven: 
‘Thus my days end joyfully!’ 
Transfigured happiness shone
from the youth’s enraptured features, 
and amid the smoking ruins
he silently took her hand
to seal the long-desired bond.

Composer

Franz Peter Schubert was an late Classical and early Romantic composer. He produced a vast oeuvre during his short life, composing more the 600 vocal works (largely Lieder), and well as several symphonies, operas, and a large body of piano music. He was uncommonly gifted from a young age, but appreciation of his music was limited during his lifetime. His work became more popular in the decades after his death, and was praised by 19th century composers, including Mendelssohn, Schumann, Brahms, and Liszt.

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Poet

Little is known of the life of Friedrich Bertrand: according to recent information he was born in the vicinity of Halle, dying sometime after 1828, probably in Dessau. He was private secretary to the tax authorities, before becoming a freelance author and was later the councillor for Cöthen in the state of Magdeburg. Minona, D152 [2], to which Bertrand gave the subtitle Die Kunde der Dogge (The Mastiff’s Tidings), is a gloomy ballad in the style of the verse tales of Ossian (alias James MacPherson), which were immensely popular at the time and from which Schubert created nine, in some cases very extensive, settings until 1817. 

Schubert also set Bertrand's Adelwold und Emma to music (D211).

Taken from Naxos.com.  To view the full article, click here


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