Skip to main content

Songs

Songs

Lied aus der Ferne WoO 137

Lied aus der Ferne

Als mir noch die Träne der Sehnsucht nicht floß,
Und neidisch die Ferne nicht Liebchen verschloß,
Wie glich da mein Leben dem blühenden Kranz,
Dem Nachtigallwäldchen, voll Spiel und voll Tanz!
Nun treibt mich oft Sehnsucht hinaus auf die Höhn,
Den Wunsch meines Herzens wo lächeln zu seh'n!
Hier sucht in der Gegend mein schmachtender Blick,
Doch kehret es nimmer befriedigt zurück.
Wie klopft es im Busen, als wärst du mir nah,
O komm, meine Holde, dein Jüngling ist da!
Ich opfre dir alles, was Gott mir verlieh,
Denn wie ich dich liebe, so liebt' ich noch nie!
O Teure, komm eilig zum bräutlichen Tanz!
Ich pflege schon Rosen und Myrten zum Kranz.
Komm, zaubre mein Hüttchen zum Tempel der Ruh,
Zum Tempel der Wonne, die Göttin sei du!

Song from afar

Before my tears of longing flowed,
And envious distance kept my beloved from me,
How my life resembled the blossoming wreath,
The nightingale wood, full of play and dancing!
Now longing often drives me out to the hills
To see where my heart's desire is smiling!
My yearning gaze searches all around,
But never returns contented to me.
How my heart pounds, as if you were near;
O come, my sweetest, your beloved is here!
I'll offer you all that God has granted me,
For I was never in love, the way I love you!
O sweetest, come quickly to your bridal dance!
I've roses and myrtles for your wreath.
Come, make my hut a magic temple of peace,
A temple of rapture, and be its goddess!
Translation © Richard Stokes, author of The Book of Lieder (Faber, 2005)

Sorry, no further description available.