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Herr Oluf (1821) Op.2 No.2

Herr Oluf

Herr Oluf reitet spät und weit,
Zu bieten auf seine Hochzeitleut.
Da tanzten die Elfen auf grünem Strand,
Erlkönigs Tochter reicht ihm die Hand:
„Willkommen, Herr Oluf, komm tanze mit mir,
Zwei göldene Sporen schenke ich dir.“
„Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag,
Denn morgen ist mein Hochzeittag.“
„Tritt näher, Herr Oluf, komm tanze mit mir,
Ein Hemd von Seiden schenke ich dir,
Ein Hemd von Seiden so weiss und fein,
Meine Mutter bleicht’s mit Mondenschein.“
„Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag,
Denn morgen ist mein Hochzeittag.“
„Tritt näher, Herr Oluf, komm tanze mit mir,
Einen Haufen Goldes schenke ich dir.“
„Einen Haufen Goldes nähme ich wohl,
Doch tanzen ich nicht darf noch soll.“
„Und willst du, Herr Oluf, nicht tanzen mit mir,
Soll Seuch’ und Krankheit folgen dir.“
Sie tät ihm geben einen Schlag aufs Herz,
Sein Lebtag fühlt er nicht solchen Schmerz.
Drauf tät sie ihn heben auf sein Pferd:
„Reit hin zu deinem Fräulein wert!“
Und als er kam vor Hauses Tür,
Seine Mutter zitternd stand dafür.
„Sag an, mein Sohn, und sag mir gleich,
Wovon du bist so blass und bleich?“
„Und sollt ich nicht sein blass und bleich?
Ich kam in Erlenkönigs Reich.“
„Sag an, mein Sohn, so lieb und traut,
Was soll ich sagen deiner Braut?“
„Sagt ihr, ich ritt in den Wald zur Stund,
Zu proben allda mein Ross und Hund.’
Früh Morgens, als der Tag kaum war,
Da kam die Braut mit der Hochzeitschar.
Sie schenkten Met, sie schenkten Wein:
„Wo ist Herr Oluf, der Bräutgam mein?“
„Herr Oluf ritt in den Wald zur Stund,
Zu proben allda sein Ross und Hund.“
Die Braut hob auf den Scharlach rot,
Da lag Herr Oluf und war tot.

Herr Oluf

Sir Oluf rode far through the night
Inviting his friends to his wedding;
Elves were dancing on the green shore
Erlking’s daughter holds out her hand.
‘Welcome, Sir Oluf, come, dance with me,
Two golden spurs I’ll give to thee.’
‘I must not dance, I will not dance,
For tomorrow is my wedding day.’
‘Come closer, Sir Oluf, come dance with me,
A silken shirt I’ll give to thee,
A silken shirt so white and fine,
My mother bleached it with moonshine.’
‘I must not dance, I will not dance,
For tomorrow is my wedding day.’
‘Come closer, Sir Oluf, come dance with me,
A heap of gold I’ll give to thee.’
‘I’d gladly take a heap of gold,
But I may not and must not dance.’
‘And if, Sir Oluf, you’ll not dance with me,
Disease and sickness shall follow thee.’
She struck her hand across his heart,
Never in his life did he feel such pain.
She lifted him up onto his steed:
‘Ride back to your worthy bride!’
And when at last he reached his home,
His mother stood trembling outside the door.
‘Tell me, my son, tell me at once,
Why are you so pale and wan?’
‘And should I not be pale and wan?
I set foot in the Erlking’s realm.’
‘Tell me, my son, so beloved and dear,
What shall I say to your bride-to-be?’
‘Tell her I rode just now to the wood,
There to try my horse and hound.’
At early morn, when day had scarce dawned,
His bride arrived with the wedding throng.
They poured the mead, they poured the wine,
‘Where is Oluf, my husband-to-be?’
‘Sir Oluf rode just now to the wood,
There to try his horse and hound.’
The bride raised up the scarlet cloth,
There lay Sir Oluf, and was dead.

Composer

Johann Carl Gottfried Loewe (G30 November 1796 – 20 April 1869),was a German composer, tenor singer and conductor. He wrote over 400 ballads and songs.

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